Nachdem wir mit dem X-Trail nur in der Stadt herumgekurvt sind, wollte ich diesmal mit dem Murano wieder ein bisschen aus der Stadt raus – man erlebt einfach besser, wie sich ein Auto wirklich fährt und mehr Spaß macht es auch. Also gings gleich auf die Autobahn und Wien verschwand im Rückspiegel.

Mit seinem 3,5 Liter Benzin-Motor, der 234 PS leistet, ist der Murano gut motorisiert. Und dank der stufenlosen Automatik gibt es kein Ruckeln beim Fahren: Wenn man den Druck auf dem Gaspedal konstant hält, bleibt auch das Drehmoment konstant. Dabei dreht der Motor, wenn man nur die Geschwindigkeit hält, in äußerst niedrigen Drehzahlbereichen (<1500 U/min). Überhaupt hört man kaum etwas, auch nicht bei sehr hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn, außer man tritt das Gaspedal wirklich durch. Dann röhrt der Murano ein bisschen und beschleunigt brav los…

Das Fahrverhalten ist gut, weil der Wagen sich unspektakulär verhält und immer gut auf der Straße liegt. Zusammen mit der erhöhten Sitzposition führt das dazu, dass man sich sicher fühlt und beim Fahren entspannt bleibt. In der Hinsicht ist auch der Tempomat eine wirkliche Bereicherung. Alles in allem ist der Murano perfekt zum Cruisen geeignet.

Wenn man will, kann man ihn auch ins leichte Gelände entführen und das Allrad testen. Oder das ESP ausschalten und prüfen, wie auf Schotter die Räder durchdrehen. Dazu muss man aber sagen, dass der Murano kein richtiger Geländewagen ist und auch nicht besonders viel Bodenfreiheit hat. Deswegen heisst es da aufpassen, wenn man nicht einen Teil der ländlichen Vegetation am Unterboden mit zurück in die Stadt mitnehmen will. Das könnte zu leichtem Ärger beim Nissan-Verkäufer führen. Habe ich mir zumindest erzählen lassen. Äh…

Ich hoffe, ich muss jetzt nicht zu einem anderen Autohaus pilgern, wenn ich seinen Nachfolger probefahren möchte.


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