Eigentlich wollte eine israelische Werbeagentur nur einen witzigen Werbespot drehen, der veranschaulicht, wie sparsam der Nissan Tiida ist. In Saudi-Arabien fühlten sich von dem kurzen Film einige jedoch so provoziert, dass von offizieller Seite sogar zu einem landesweiten Nissan-Boykott aufgerufen wurde. Hier ist das kurze Video, dass so große Wogen verursacht hat:
Michael Eisenberg hat in einem Artikel den Text aus dem Hebräischen ins Englische übersetzt. Ich habe ihn von dieser Stelle übernommen und ins Deutsche übertragen. Hier die Worte des aggressiven Scheichs…
“Du hast mein Haus zerstört. Möge der Herr deines zerstören, (Gemeint ist “die Geschäftsgrundlage zerstört”)
Falken sollen dich Tag und Nacht hacken,
die Sonne soll dich schmelzen,
und den, der dich erschaffen hat!
Der Herr soll dich holen,
verflucht sei Abu Tiida!”
Die Werbung endet mit der Feststellung “Es ist klar, dass die Öl-Konzerne dich nicht mögen werden”.
Nissan hat sich beeilt, sich öffentlich von dem Werbespot zu distanzieren. Die Ausstrahlung wurde schnell gestoppt. Die Meinungen darüber, ob der Witz gelungen ist, gehen im Netz nun jedenfalls weit auseinander. Auch von arabischer Seite gibt es Stimmen, die zu Toleranz aufrufen und sich fragen, ob nicht auf einen harmlosen Scherz überreagiert wwurde. Im Fernsehen wird das Video jedoch wohl kaum mehr zu Sehen sein.


Selbstverständlich ist es mir klar, dass man Ölmultis mit den Arabern (oder besser gesagt, Saudis) assoziiert, dennoch finde ich diese Werbung geschmacklos. Angesichts der Konflikte zwischen Arabern (eigentlich Palästinenser)& Israeliten, hätte man hier ein wenig mehr Sensibilität zeigen sollen.
Ehrlich gesagt, denke ich, dass die Amis Nissan Tiida genauso wenig mögen würden, letztendlich profitieren sie vom schmutzigen Ölkrieg – upps ich habe mich verschrieben – Ölgeschäft.
Wie hoch ist gerade der Preis eines Liter Benzins in den USA?