Israelische Ingenieure testen im Jänner einen neuen Straßenbelag, der Energie erzeugen kann, wenn Autos darauf fahren. 1 Kilometer von dem Techno-Asphalt soll genug Leistung erzeugen können, um 8 Kleinwagen anzutreiben.

Foto: www.eta.co.uk
Das Prinzip dahinter klingt futuristisch: Kleine piezoelektrische Kristalle, die in den Belag integriert sind, erzeugen Strom, wenn sie durch durch das Gewicht der darüber rollenden Fahrzeuge zusammengedrückt werden…
Das Problem dabei ist aber, dass der piezoelektrische Asphalt sicher nicht zum selben Preis aufgetragen werden kann wie ein gewöhnlicher Straßenbelag und wohl erheblich teurer ist. Außerdem stellt sich die Frage, wie umweltfreundlich die Erzeugung ist. Wenn bei der Herstellung Unmengen an Energie verbraucht werden, dann dauert es wegen der geringen Ausbeute lange, bis unter dem Strich für die Natur ein Vorteil entsteht.
Neben diesem Projekt gibt es noch einige andere Bemühungen, aus Straßen Energie zu erzeugen. Da gibt es die „Solar Road“, wo Solarkollektoren im Asphalt integriert sind und Strom erzeugen sollen. Oder die Idee, die Vibration von Brücken auszunützen, was in Japan sogar schon mit bescheidenem Erfolg umgesetzt wurde. Sogar an Windturbinen wurde schon gedacht, die den Fahrtwind von Fahrzeugen sinnvoll umwandeln könnten. Werden Straßen in Zukunft kleine Kraftwerke werden?


Allgemein lässt sich sagen dass die Kostenfrage bei Energiegewinnung aus Asphalt sich dadurch reduzieren lässt da ja der Strassenbelag sowieso alle 10 – 12 Jahre erneuert werden muss und dann zumindest Rahmenfaktoren der Baukosten ohnehin ins Budget fallen.
Du sprichst auch die „Solar Road“ an. Jeder kennts wenn er Barfuss über den Parkplatz zum Schwimmbad läuft, wie heiß so ein Asphaltboden werden kann – darum gibts auch Forschungsinitiativen die sich mit der, als Hitze im Asphalt gespeicherten Energie befassen und da scheinbar schon gute Fortschritte erzielt haben… Das hätte auch den Vorteil das Energie auch dann noch gewonnen werden könnte wenn die Sonne schon lang nicht mehr scheint, da Wärme auch nach Sonnenuntergang weiter im Boden konserviert bleibt.
Es gibt ja unzählige Versuche alternativ Energie zu erzeugen. Turmkraftwerke, Wärmequellenkraftwerke oder Osmosekraftwerke. Bei letzteren lässt sich durch den Temperaturunterschied zwischen kaltem Wasser aus der Tiefe der Ozeane und warmem Oberflächenwasser Energie gewinnen
Ich glaub alternative Energiegewinnung ist ein wirklich spannendes Forschungsspektrum in dem sich die betroffenen Wissenschaftler bewegen dürfen.
bei der hitze auf der strasse, könnte dann wahrscheinlich die selbe technik zur anwendung kommen, die auch zur erdwärmegewinnung verwendet wird. hört sich zumindest ganz plausibel an.
@memeandsoul:
muss dich leider enttäuschen, aber bei einem osmosekraftwerk wird der unterschiedliche salzgehalt von salz- und süßwasser genutzt um energie zu erzeugen. dabei wird das süßwasser durch eine membran in das salzwasserbecken hinübergeführt und mit dem entstehenden überdruck wird dann eine turbine angetrieben. das osmosekraftwerk basiert auf der umkehrfunktion einer meerwasserentsalzungsanlage.
Ich finde die Idee an sich sehr geschickt, da der Stromspeicher auf langen Strecken nicht ausreicht. Nur leider glaub ich, dass die Umsetzung in die Realität nicht wirklich gelingen wird. Soweit ich informiert bin, muss der Abstand zwischen der Fahrbahn und dem Stromabnehmer sehr gering sein, damit die Übertragung erfolgen kann. Zurzeit ist der Zwischenraum leider erheblich groß. Ich bin gespannt wie dieses Problem gelöst werden soll…
@sebastian klein: Danke für die Richtigstellung – Ich lass mich ja gern korrigieren wenns der Wahrheitsfindung dient
Obwohl ich auch überzeugt bin dass es auch Versuche in der von mir beschriebenen Form der Energiegewinnung gibt. Nennt sich wohl einfach anders.
@memeandsoul:
habs nur bei dir gelesen und nicht gewußt, was osmose genau ist. daraufhin hab ich nachgesehen und mußte meine erkenntnisse hier gleich mitteilen.
hab mal nachgeschaut, was du gemeint haben könntest.
international gebräuchlich für diese art der erneuerbaren energie ist die abkürzung OTEC (engl. ocean thermal energy conversion), auch kann die bezeichnung ozeanothermisches gradient-kraftwerk verwendet werden.
zu deutsch heißt ein solches kraftwerk dann einfallsreich: meerwärmekraftwerk. zumindest wars so einfach zu finden.
für genauere informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Meereswärmekraftwerk
Wow, also wenn das wirklich funktionieren würde , wäre dass doch bitte eine extrem arge Entwicklung wenn es um Energiegewinnung geht!
Puh, bin sprachlos, dass man überhaupt auf die Idee kommt, aber toll – hoffentlich wird es klappen!
Und vielleicht bringts ja was – positives Denken und es wird klappen*g*.
Ich glaube daran und wenn es nicht auf Anhieb klappt, werden die vielleicht , hoffentlich auf andere Ideen kommen.
Haha, na witzig, ich hab erst gestern Abend einen Bericht dazu im TV gesehen! Ich glaub auf zdf oder ard, hat das wer mitbekommen?
Ich bin begeistert. Es mäckert zwar immer jeder von wegen, das Auto kommt nur 200 km weit und so weiter und so fort, aber ich find allein die Idee spannend und dass sich kluge Küpfe echt Gedacnken um die Zukunft machen und zumindest versuchen, Alternativen zu finden! Weil irgendwann is es dann zu spät, erst mit den Ideen ANZUFANGEN..